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Behandlungen & Patienteninfos

KI-Texte: ja oder nein?

Erklärung

Kurz gesagt: Ja, KI darf dir beim Schreiben helfen: bei Entwürfen, Gliederungen und verständlicheren Formulierungen.

Kurz gesagt: Ja, KI darf dir beim Schreiben helfen: bei Entwürfen, Gliederungen und verständlicheren Formulierungen. Aber jede medizinische Aussage prüft und gibt deine Praxis frei, bevor sie online geht. Die Verantwortung für den Text bleibt bei dir, egal wer oder was ihn geschrieben hat.

Auf einen Blick

Wofür KI gut ist

  • Erste Entwürfe aus deinen Stichpunkten, zum Beispiel für den Ablauf einer Untersuchung.
  • Fachsprache übersetzen: Ein Befundtext wird zu einer Erklärung, die Patienten verstehen.
  • Gliederungen für Gesundheitsratgeber und Ideen für Zwischenüberschriften.
  • Varianten für Überschriften, Teaser Texte und Beschreibungen für Google.
  • Kürzen und vereinfachen: lange Sätze teilen, Füllwörter streichen.

Wo KI gefährlich wird

  • Erfundene Zahlen und Quellen
  • Werbesprache
  • Veraltetes Wissen
  • Erfundene Praxisangaben
  • Austauschbare Texte
  • Patientendaten im KI-Werkzeug

In Ynfinite gibt es dafür ein eigenes KI-Textmodul. Ob es in deinem Konto freigeschaltet ist, sagen wir dir gern: Texte mit KI erstellen: in 3 Schritten

Warum KI-Texte das Spiel verändern

KI-Werkzeuge schreiben in Sekunden Texte, die rund und professionell klingen. Gut formulierte Websites werden dadurch zum Normalfall. Für deine Praxis heißt das: Ein glatter Text allein hebt dich nicht mehr ab. Was zählt, ist das, was nur deine Praxis sagen kann: wer bei euch behandelt, wie ihr arbeitet, welche Wege es zu Termin und Rezept gibt, und medizinisch richtige Antworten auf die Fragen deiner Patientinnen und Patienten.

Wo KI gefährlich wird

RisikoWas passiertWas du tust
Erfundene Zahlen und QuellenKI nennt Studien, Prozentwerte oder Quellen, die es nicht gibt.Jede Zahl prüfen und mit einer echten, verlinkten Quelle belegen.
Werbesprache„Modernste Methode“, „sanft und schmerzfrei“, „garantiert“Streichen: Solche Aussagen verbietet das Heilmittelwerbegesetz.
Veraltetes WissenVorsorge-Regeln und Impfempfehlungen ändern sich, die KI kennt den alten Stand.Mit aktuellen Quellen abgleichen, zum Beispiel Robert Koch-Institut oder Gemeinsamer Bundesausschuss.
Erfundene PraxisangabenSprechzeiten, Geräte, Abläufe oder Titel, die nicht stimmenNur Angaben übernehmen, die deine Praxis bestätigt.
Austauschbare TexteKlingt wie jede andere PraxisEigene Details ergänzen: wer, wie, wo, für wen.
Patientendaten im KI-WerkzeugNamen, Befunde oder Fallgeschichten landen bei einem fremden Anbieter.Nie Daten von Patientinnen und Patienten in ein KI-Werkzeug eingeben.

So gehst du vor

  1. Stichpunkte aus der Praxis sammeln: Fakten, Ablauf, Besonderheiten, häufige Fragen.
  2. Entwurf mit KI erstellen und ihr dabei sagen, für wen der Text ist: „für Patientinnen und Patienten, verständlich, sachlich, Sie-Form“.
  3. Überarbeiten: Floskeln und Werbesprache raus: Texte für Patienten: verständlich, ruhig, ohne Floskeln
  4. Fakten prüfen: jede Zahl mit Quelle, jede Praxisangabe bestätigt: Gesundheitsratgeber schreiben: Quellen, Zahlen, Stand
  5. Medizinisch freigeben lassen: Die Ärztin oder der Arzt liest alle Aussagen zu Wirkung, Ablauf, Dauer und Risiken und gibt sie frei.
  6. Veröffentlichen und, wo nötig, kennzeichnen: KI-Bilder und KI-Texte kennzeichnen

Gut zu wissen

KI-Bilder von Menschen
Porträts von Ärztinnen, Ärzten oder deinem Team nie mit KI erzeugen. Auf Team- und Profilseiten stehen nur echte Fotos: Fotos auf Praxisseiten: Praxis, Team, Behandlung

Kein Prüfvermerk ohne Prüfung
„Medizinisch geprüft von …“ steht erst unter einem Text, wenn er wirklich geprüft wurde, auch wenn die KI den Vermerk gleich mitschreibt.

KI als Gegenleser
Lass die KI deinen fertigen Text auf schwer verständliche Sätze prüfen. Die Entscheidung, was stehen bleibt, triffst du.

Rechtlich wichtig: Texte auf deiner Website gelten als Werbung deiner Praxis, auch wenn eine KI oder eine Agentur sie geschrieben hat. Ärztinnen und Ärzte dürfen berufswidrige Werbung durch andere weder veranlassen noch dulden. Deshalb gilt: freigeben, bevor es online geht. Mehr dazu: Was darf auf die Praxis-Website? Berufsrecht und Heilmittelwerbegesetz kurz erklärt

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